create imPRessions 2016

"Vernetzung ist und bleibt das Wichtigste"

© Leonard Dahmen
© Leonard Dahmen

Die Studierendeninitiative campus relations e.V. lud am 10. Dezember zur sechsten Auflage ihrer jährlichen PR-Tagung „create imPRessions“ ein. Beim PR-Klassentreffen in fürstbischöflichem Ambiente versammelten sich mehr als 80 Fachleute und Young Professionals im Münsteraner Schloss, um unter dem Motto „Karriere im digitalen Zeitalter“ den Wandel in der Kommunikationsbranche zu diskutieren und sich untereinander auszutauschen.

 

Zahlreiche Aussteller boten hierbei den Teilnehmern eine breite Auswahl an Kontaktmöglichkeiten: consense communications, Henkel, Cyrano Kommunikation, JDB Media, JP|KOM, SCRIPT communications und die DAPR waren vertreten. Darüber hinaus konnte der PR-Nachwuchs beim Business-Speed-Dating Personaler von Agenturen und Unternehmen im persönlichen Gespräch von seinen Fähigkeiten überzeugen und sich über Karrierechancen und den Berufseinstieg informieren.

 

Die große Twitteroffensive der Branchenprofis und Studierenden katapultierte #createPR16 stundenlang in die Trending Topics. „Wir freuen uns über die positive Resonanz der Teilnehmer. Mit create imPRessions konnten wir den Studierenden wieder einmal die Möglichkeit geben, praxisnahe Einblicke in die Branche zu erhalten“, so Vorstandsmitglied Maximilian Högele.

 

Prof. Dr. Ulrike Röttger, Mentorin von campus relations e.V., begrüßte zum Auftakt die Teilnehmer mit einem Einblick in die Rolle von Massendaten in der PR. „Das Volumen der Daten, deren Geschwindigkeit und Vielfalt sind aus meiner Sicht wichtig für Big Data“, so Röttger. In der anschließenden Keynote zeigte Nils Hille, Geschäftsleiter der DAPR, Potenziale der Branche in der digitalen Welt auf und gab den Kommunikatoren der Zukunft Tipps zum Berufseinstieg. „Vernetzung ist und bleibt das Wichtigste“ war sein Appell an die Teilnehmer.

 

Anschließend konnten sich die Teilnehmenden zwischen mehreren Vorträgen und Workshops entscheiden:

 

Djure Meinen von wildcard communications sprach in seinem Vortag „Ephemeral Web? #wtf - Zum Status der Digital Relations 2016“ über die Entwicklung von Kommunikation, den Veränderungen durch das mobile Internet und vor welche neuen Herausforderungen Kommunikatoren dadurch gestellt werden. Auch das „Ephemeral Web“ spiele eine immer größere Rolle. Dabei handelt es sich um Dienste wie zum Beispiel Snapchat, auf denen Daten nur flüchtig gespeichert und schnell wieder gelöscht werden.

 

Im Vortrag von Birgit Krüger, Geschäftsführerin von consense communications, gab es spannende Einblicke zur Veränderung der Rolle des Kommunikators - nicht nur in Hinblick auf die Vergangenheit, sondern auch, wie diese Rolle in Zukunft aussehen könnte. Mit fünf Thesen in Bezug auf Fachwissen, Veränderung, Kontrollverlust, Führung sowie Haltung schilderte Krüger ihre Sichtweise. Eines stellte sie dabei besonders deutlich heraus: „Lasst die Finger vom Beruf des Kommunikators, wenn ihr euch ein geregeltes Berufsleben wünscht.“

 

Kai Tenzer von der Münsteraner Agentur Cyrano Kommunikation hielt einen spannenden Vortrag über ein Thema, das niemals an Aktualität verlieren wird. Was tun, wenn sich ein Unternehmen mit Veränderungen konfrontiert sieht - mal geplant, meist aber erzwungen? Besonders hier ist gute Kommunikation unerlässlich. Um intern und extern Vertrauen zu schaffen, braucht es eine verständliche Kommunikation mit Vision, Aktion und packenden Stories. Denn “der Erfolg des Unternehmens steht auf dem Spiel!”

 

Magnus Hüttenberend, Head of Digital Communications bei der TUI Group, stellte in seinem Vortrag “KoWi-Karriere zwischen PR und Marketing: Social Media und Content Marketing als interdisziplinäre Herausforderung” zum einen interessante Marketingkampagnen vor, welche er bei Vodafone und der TUI Group entwickelte, und zeigte zum anderen ehrliche Eindrücke seines Einstiegs in die Berufswelt auf.

 

Muss die professionelle Kommunikation der Digitalisierung folgen und sie fördern? Laut Manuel Wecker (PR-Consultant, JP|KOM) ist die Antwort hierauf ein eindeutiges „Ja“. In seinem Workshop drehte sich alles um digitale Transformation - auch die Teilnehmer wurden aktiv und konzipierten mithilfe eines Lückentexts selbst Vorschläge für digitale Tools.

 

„Hands on Content Strategy – 10 Dinge, die du wissen musst, um digitale Projekte erfolgreich zu gestalten“ lautete das Thema des Workshops von Sascha Stoltenow und Dilek Yegenoglu (SCRIPT communications). Die Teilnehmer erarbeiteten Bestandteile einer Content Strategy, bevor in einer offenen Diskussionsrunde die Ergebnisse besprochen wurden. Fazit: Das Ziel sollte es sein, bestehende Ideen im Zuge der Digitalisierung in neue Kontexte zu setzen.

 

Die abschließende Podiumsdiskussion ging der Frage nach, wie sich die Kommunikationsbranche in Zukunft verändern wird und welche Folgen das für (Young) Professionals mit sich bringt. An der Debatte beteiligten sich Birgit Krüger, Kai Tenzer, Jörg Pfannenberg (CEO, JPlKOM) und André Wigger (Managing Director,Hill+Knowlton). Die Moderation übernahm Thomas Lüdeke vom PR Career Center. Das Gespräch nahm schnell an Fahrt auf. „Muss alles digital sein?“ wurde zur Kernfrage der Diskussion, wobei sich verschiedene Standpunkte herausstellten, aber keine endgültige Einigung erzielt werden konnte. Der These, dass die Zukunft unserer Arbeit in den Händen von Maschinen liegt, möchten wir an dieser Stelle gerne widersprechen.

 

Der Vorstand und das Organisations-Team von campus relations dankt allen Speakern, Ausstellern und Teilnehmern für den gelungenen Tag! Nach dem Erfolg der diesjährigen create imPRessions schauen wir schon voller Vorfreude in Richtung #createPR17!

 

 

Charlotte Janosa, Jonas Hille, Judith Tripp & das Organisationsteam

 

Der Vorstand und das Orga-Team sagen "Danke!"
Der Vorstand und das Orga-Team sagen "Danke!"

© Leonard Dahmen | campus relations e.V.